Nahezu jede Produktionsumgebung ist mit den gleichen Ursachen für Ineffizienz konfrontiert. International sind diese bekannt als die Sechs große Verluste. Sie zu verstehen bedeutet, den Kern der OEE-Logik zu begreifen - denn diese sechs Kategorien beschreiben, wo und warum Produktionszeit verloren geht.
Die sechs größten Verluste in der Produktion sind:
Verursacht durch technisches Versagen, fehlendes Material oder Personalmangel. Jede Minute Unterbrechung löst Folgekosten aus, stört den Zeitplan und führt zu Wiederanlaufverlusten.
Produktumstellungen oder Formatanpassungen gehören zum Tagesgeschäft - doch ihre Dauer bestimmt die Flexibilität einer Anlage. Schon kleine Standardisierungen in der Vorbereitung können erhebliche Zeiteinsparungen bringen.
Kurze Unterbrechungen, die oft nur Sekunden dauern, fallen kaum auf, summieren sich aber mit der Zeit. Typische Ursachen sind kleine Unregelmäßigkeiten wie Verzögerungen im Materialfluss, Sensorfehler oder kurze Bedienereingriffe.
Maschinen laufen oft nicht mit ihrer optimalen Geschwindigkeit - sei es aus Vorsicht oder aus Gewohnheit. Dies verringert die Leistung, ohne dass dies sofort sichtbar ist.
Jedes fehlerhafte Produkt verbraucht Ressourcen, ohne einen Wert zu schaffen. Ausschuss entsteht oft an kritischen Punkten - bei Anläufen, Umstellungen oder aufgrund instabiler Prozesse.
6. Anlaufverluste
Nach einer Ausfallzeit brauchen viele Prozesse Zeit, um wieder eine stabile Qualität zu erreichen. Diese Phase ist selten voll produktiv.
Diese Kategorien klingen einfach, aber ihre Wechselwirkungen sind komplex. Eine Umstellung kann zu Mikrostopps führen, Mikrostopps zu Geschwindigkeitsverlusten - und zusammen verringern sie die Verfügbarkeit. Deshalb ist der erste Schritt die Datenerfassung: Wann und wo treten Verluste auf, wie oft, wie lange? Schon ein einfacher Zeitstrahl macht deutlich, welche Art von Problemen vorherrscht. Erst dann lohnt es sich, die Ursachen zu diskutieren.

